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Mail an Grüne Penzing: Cumberlandstraße

Mittwoch, Februar 15th, 2017

Heute bin ich wieder mal durch die Cumberlandstraße (konkret zw. Einwanggasse und Beckmanngasse) spaziert – was ich sehr depremierend fand. Das könnte nämlich so ein schönes, lebenswertes Strasserl sein. Viele alte Häuser aber auch moderner Wohnbau. Kirche, Bahnhof, Kindergarten – nicht wahnsinnig viel Infrastruktur, aber zumindest ein bisschen. Und da entsteht ja vielleicht was mit dem umgebauten Siemensgelände? Geringer KFZ-Verkehr.

Der Zustand? Total desolat. Sehr schmale Gehsteige, die noch dazu ganz knapp um vorstehende Häuser herumgewunden sind. Total desolate Gehsteige! Von wegen Barrierefreiheit. Gehsteigparken. Keinerlei Aufenthaltsgelegenheiten.

Ich finde das schreit nach einer Machbarkeitsstudie, was man aus der Straße machen könnte. Zumindest mal ein paar Mock-Ups. Und vielleicht ein Straßenfest um zu demonstrieren, was man hier machen könnte.

  • Mehrere Aufenthaltsbereiche an Stellen wo ein bisschen mehr Platz ist mit ein bisschen Grün – vielleicht sogar Urban Gardening?
  • Ordentlich breite Gehsteige um Barrierefreiheit zu gewährleisten.
  • Durchgehend Radfahren gegen die Einbahn – das wäre vor allem auch für die AnwohnerInnen selber wichtig.
  • Man sollte auf jedenfall auch noch den Cumberlandstraßen-Teil bis zur Karlingergasse einbeziehen. Da wird ja auch neu gebaut und es gibt das Pfarrzentrum.

Hoffe Euch eine gute Anregungen gegeben zu haben Würde mich freuen davon zu hören, dass etwas daraus entsteht. Oder vielleicht gibt’s eh schon Pläne?

Konfliktstelle Radweg Operngasse am Karlsplatz

Freitag, Juli 1st, 2016

Noch ein Radkummerkastenbeitrag:

Prinzipiell finde ich es sehr gut, dass versucht wurde die Situation des Radwegs Operngasse am Karlsplatz zu verbessern. Leider muss man sagen, dass sich die Situation deutlich verschlechtert hat. Die Menge an Abbiegern von Operngasse -> Karlsplatz hat sich kaum verringert (obwohl dort ja jetzt das Abbiegeverbot herrscht), allerdings sind die Autofahrenden mehr gestresst (z.T. weil sie merken, dass sie gar nicht abbiegen dürfen, sich aber nicht zu helfen wissen; außerdem werden sie von den Geradeausfahrenden gestresst, weil sich diese behindert fühlen). Es scheinen viele Autofahrende einfach noch nicht bemerkt haben, dass sie jetzt anders fahren müssen.

Mir sind verschiedene Möglichkeiten eingefallen die Situation zu verbessern. Ich hoffe, Sie greifen einige dieser Anregungen auf.

  • Radüberfahrt Rot markieren: Die alte Radüberfahrt war rot markiert, dies sollte unbedingt wieder gemacht werden. Derzeit sind die Radfahrenden sehr unsichtbar.
  • Wegweiser auf der Fahrbahn die zum Karlsplatz und/oder Schwarzenbergplatz weisen (so wie die Wegweiser vor der Oper Richtung Graz und Linz). Ev. zusätzlich Überkopf-Wegweiser Richtung Karlsplatz und/oder Schwarzenbergplatz.
  • Bewusstseinskampagnen über Zeitung und Infoscreens: Neue Wegführung am Karlsplatz.
  • Bauliche Maßnahmen um Abbiegen zu verhindern: Schranken oder Poller, die ein Abbiegen während der Grünphase verhindern. (Okay, dieser Vorschlag ist nicht ganz ernst gemeint).
  • Das Abbiegeverbot aufheben, stattdessen getrennte Ampelschaltungen für die Radüberfahrt und den Zebrastreifen sowie für den MIV. (Dieser Vorschlag ist ernst gemeint; meiner Ansicht nach der Einzige, der eine wirkliche Lösung für das Problem darstellt – es bräuchte halt die Wiedererrichtung der Abbiegespur).

Antwort vom 25. Juli 2016:

Sehr geehrter Herr Bösch-Plepelits!

Danke für Ihr Mail und Ihren Hinweis.

Die genannte Situation sollte sich mittlerweile nach dem Umbau eingespielt haben.

Seitens der zuständigen Magistratsabteilung 46 wurden betreffend Verkehrssicherheit alle notwendigen Maßnahmen gesetzt.

Auch die Polizei ist informiert.

Mit besten Grüßen, …

Neue Gefahrenstelle: Umbau Rechte Wienzeile, Operngasse, Treitlstraße

Freitag, Juli 1st, 2016

Ich hab wieder mal einen Radkummerkastenbeitrag erstellt:

Ich hab dies bereits in einem Mail an die Mobilitätsagentur bezüglich dem Radweg Getreidemarkt erwähnt, ich möchte jetzt noch einmal explizit darauf eingehen.

Ich sehe die Planung für die Kreuzungssituation Rechte Wienzeile – Operngasse – Treitlstraße als sehr kritisch. Wenn ich den Plan richtig interpretiere, soll ein Mehrzweckstreifen in der Rechten Wienzeile errichtet werden, der bis auf die Verkehrsinsel geführt wird mit folgender ampelgeregelter Radüberfahrt zur Treitlstraße.

Die Abbieger Rechte Wienzeile -> Operngasse werden aber diesen Mehrzweckstreifen kreuzen – ungeregelt! Ich verstehe nicht, wie man eine solche Planung machen kann, immerhin kommt es regelmäßig zu schweren bis tödlichen Unfällen zwischen rechtsabbiegenden LKW und Radfahrenden aufgrund der schlechten Sichtmöglichkeiten.

Ich weiss, dass die Bauarbeiten bald beginnen, aber ich bitte Sie diese Planung noch einmal zu überdenken.

Eine alternative Möglichkeit wäre:
Einen (Zweirichtungs-)Radweg statt des ersten Fahrstreifens in der Rechten Wienzeile (dort sind immerhin insg. 4 Fahrstreifen) der mit einer ampelgeregelten Radüberfahrt (schräg) zur Treitlstraße geführt wird. Der zweite Fahrstreifen wird zu einer Rechtsabbiegespur in die Operngasse, der auch ampelgeregelt wird um Konflikte zu vermeiden. Bleiben immerhin noch zwei Geradeausspuren.
Sie finden diesen Plan im Anhang.

Der Radweg sollte dann gleich bis zum Naschmarkt geführt werden (Verbindung Karlsplatz -> Naschmarkt ist sehr wichtig, vor allem wenn dann auch der Wientalradweg in der Linken Wienzeile vervollständigt wird).

Weiters sollte auch ein Zebrastreifen errichtet werden. Vor allem TouristInnen haben oft Probleme vom Karlsplatz zum Naschmarkt zu finden und laufen dann an genau dieser Stelle über die Straße. Der Zebrastreifen kann gemeinsam mit der Radüberfahrt getaktet werden.

Der Bus in der Kreuzung Getreidemarkt / Rechte Wienzeile sollte Vorgrün bekommen, damit er sich problemlos in der ersten Geradeausspur einordnen kann.

Für den motorisierten Individualverkehr ist die Situation auch besser als derzeit, da die Kurve zum Abbiegen wesentlich großzügiger ist als derzeit.

Bitte überdenken Sie diese Situation noch einmal. Und wenn nicht, haben Sie schon eine Planung, wenn sich die aktuelle als Fehler herausstellt. Ich hoffe, dass es zumindest keine Todesopfer bis dahin gibt.

Stephan Bösch-Plepelits

Antwort von der Mobilitätsagentur, 25. Juli 2016

Von der Mobilitätsagentur hab ich genau die gleiche Antwort bekommen, wie auf meine damalige Anfrage zum Getreidemarktradweg generell. Ich fühle mich ein wenig veräppelt.

Hier der Auszug der für die beschriebene Situation relevant ist:

Auch beim Angebot eines Radfahrstreifens wird der Radverkehr vom motorisieren Individualverkehr getrennt geführt. Sämtliche anderen Verkehrsteilnehmer dürfen diesen Streifen der Fahrbahn nicht befahren.

Als erste Maßnahme zwecks Netzschluss mit der Treitlstraße wird der Radfahrstreifen bis zur Insel in Höhe Rechte Wienzeile und Operngasse geführt und soll dort mittels Ampel die Fahrbahn der Operngasse queren. Mittelfristig soll das ungeregelte Rechtsabbiegen von der Rechten Wienzeile in die Operngasse unterbunden werden.

Nun, wir werden sehen, was passiert. Ich denke noch darüber nach, ob ich eine Antwort schreiben soll. Der Umbau ist inzwischen im vollen Gange, da ist wohl nichts mehr zu retten. Ich werde versuchen die (von mir erwarteten) Konflikte zu dokumentieren und dann nochmal zu kummerkasten.

Update, 4. August 2016

Inzwischen ist der neue Radweg bzw. Radfahrstreifen fertiggestellt und wird auch schon rege benutzt. Heute früh (ca. 9:15 und 9:30) hab ich mich für eine Viertelstunde hingestellt und hab ein bisschen mitgefilmt, wie sich die neue Situation so tut. Bis jetzt funktioniert es ganz gut, der MIV wartet recht ruhig auf die Radfahrenden. Nur eine brenzlige Situation gab es zwischen einem Motorrad und einem Radfahrer. Außerdem jede Menge TouristInnen (ich hatte nicht erwartet, dass die schon so früh so zahlreich sind). Macht Euch selber ein Bild, ich hab relevante Situationen zusammengeschnitten (knapp 3 Minuten). Die Größe der Verkehrsinsel ist – wie ich erwartet hatte – kein Problem, da sie für Radfahrende, die vom Getreidemarkt kommen, immer Grün ist.

Hier ein paar Snapshots aus dem Video:

Antwort an die Mobilitätsagentur, 4. August 2016

Sehr geehrte Frau Reichard!

Nun, inzwischen ist der Radfahrstreifen in der Rechten Wienzeile fertiggestellt. Wie ich bereits im originalen Radkummerkastenbeitrag schrieb, mache ich mir Sorgen, dass es hier zu schweren Unfällen kommen wird, da der Radfahrstreifen von den Abbiegern in die Operngasse gequert wird. Wie erwähnt, ist eine der großen Gefahren im Straßenverkehr der tote Winkel beim Rechtsabbiegen, der immer wieder zu tödlichen Unfällen führt.

Ich hab mir diese Situation heute in der Früh (4. August 2016, zw. 9:15 und 9:30) angesehen und ein wenig mitgefilmt. Ich habe diese ungefähr 15 Minuten auf knapp 3 Minuten zusammengekürzt und auf Youtube gestellt:
https://www.youtube.com/watch?v=mTwRT6np-1U
Auf meinem Blog http://plepe.at/252 gibt es auch ein paar Snapshots aus dem Video zu sehen.

Wie Sie sehen können, kommt es immer wieder zu Konflikten. Es gab sogar eine brenzlige Situation zwischen einem Motorradfahrer und einem Radfahrer. Alles in Allem funktioniert die Situation derzeit recht gut, was sicher auch daran liegt, dass die Stelle neu ist und die Farbe noch sehr frisch. Außerdem ist Sommer. Im Herbst, wenn die Verkehrsdichten stärker sind, könnte es schon zu mehr Problemen kommen, vor allem wenn es Rückstau aus
der Operngasse gibt. Ich werde Anfang Oktober wieder ein Video machen.

Außerdem sind gut die Mengen an TouristInnen zu sehen, die über diese Verbindung zum Naschmarkt strömen (da hab ich ja in einem anderen Radkummerkastenbeitrag bereits darauf hingewiesen). Ein Tourist mit Rollkoffer ist doch tatsächlich den Radfahrstreifen entlang gegangen!

Mir ist klar, dass die Situation nun vorerst in Beton / Asphalt gegossen ist. Ich hoffe, dass es zu keinen schweren Unfällen kommen wird. Aber bitte teilen Sie der Politik und der MA46 mit, dass hier eine potentielle Unfallstelle gebaut wurde. Vielleicht kann ja nächstes Jahr dann ein Umbau erfolgen, der die Verkehrströme trennt, z.B. wie ich es im ursprünglichen Radkummerkastenbeitrag (und auch auf meinem Blog: http://plepe.at/252) beschrieben habe.

Eine weitere Problemstelle hat sich übrigens auch schon offenbart: Bei der Ausfahrt aus der Lehárgasse zum Getreidemarkt stehen immer wieder KFZ auf der Radüberfahrt. Hier wäre es wichtig die Durchfahrt von der Gumpendorfer Straße zu unterbinden (viele KFZ wollen sich die Ampel ersparen).

danke und grüße,
Stephan Bösch-Plepelits

Antwort von der MA46, 26. September 2016

Sehr geehrter Herr Bösch-Plepelits!

Bezugnehmend auf die E-Mail vom 4. August 2016, betreffend Gefahrenstelle Rechte Wienzeile – Operngasse, welche von der Mobilitätsagentur zur direkten Erledigung weitergeleitet wurde, teilt die Magistratsabteilung 46 hierzu Folgendes mit:

Die Maßnahme im Bereich der Operngasse – Rechte Wienzeile im Zusammenhang mit der Realisierung des Radweges am Getreidemarkt ist als Maßnahme zu werten, die einen direkten Netzschluss mit der Radfahrinfrastruktur in der Treitlstraße herstellen soll. Als nächster Schritt soll auch eine sichere Querungshilfe für den Fußgängerverkehr über die Operngasse angeboten werden. Dabei muss eine Änderung des Kreuzungsplateaus aus Sicht der Verkehrstechnik als auch aus dem Blickwinkel des Straßenbaus erfolgen. An dieser Lösung wird derzeit gearbeitet. Nach Realisierung dieser kniffligen Verkehrslösung wird sich die Verkehrssituation an dieser Örtlichkeit gänzlich ändern.

Die Magistratsabteilung 46 hofft auseichend informiert zu haben.

Kommentar Planung Getreidemarkt/Wienzeile

Dienstag, April 5th, 2016

Kurzfassung

Der geplante Radweg/-streifen am Getreidemarkt hat großes Konfliktpotential. Warum nicht die Relation Getreidemarkt -> Operngasse über den östlichen Getreidemarkt führen und dafür einen ordentlichen Radweg zwischen Treitlstraße und Lehárgasse errichten?

Worum geht’s?

Letzte Woche wurde ja das Radbauprogramm 2016 vorgestellt und am ARGUS Bikefestival war sogar die Detailplanung für zwei der Maßnahmen ausgestellt (wieso werden die nicht im Internet veröffentlicht? – gottseidank hat ihn jemand abfotographiert): Lückenschluss Ring-Radweg beim Schottentor und der Plan für die Fortsetzung des Radstreifens Richtung Karlsplatz.


12928312_10201534676284809_7705512536316111675_nQuelle: Facebook

Ich hab am Bikefestival auch Herrn Blum zu diesen Planungen befragt – unter anderem die mir am meisten brennenden Frage, warum hier kein Zweirichtungsradweg kommt. Immerhin würde dies endlich die katastrophale Anbindung vom Karlsplatz in den 6. Bezirk (wo genau am Getreidemarkt viele TU-Institute und das TU-Audimax sind) beheben.

Ich hab erfahren, dass es Planungen für einen Einrichtungsradweg/-streifen am östlichen Getreidemarkt gibt mit einer Querung über den Getreidemarkt auf Höhe der Lehárgasse (oder erst auf Höhe der Einfahrt zur TU?). Ich hab dann leider nicht weitergefragt, wann dies denn umgesetzt werden soll, und warum nicht schon heuer. Außerdem wäre interessant, ob die Lehárgasse dann für das Radfahren gegen die Einbahn geöffnet wird und ob das bei den derzeitigen Umbauten bereits mitgeplant wurde.

Konfliktstellen

Ich hab über den Plan nachgedacht und diverse Konfliktstellen identifiziert:

  • Ausfahrt Lehárgasse: Hier wird der Radstreifen/-weg wahrscheinlich die meiste Zeit von wartenden PKWs blockiert werden (zumindest ist das derzeit so). Hier sollte entweder eine Sackgasse geschaffen werden oder eine Ampel oder zumindest auf andere Arten die Durchfahrt durch die Lehárgasse verhindert werden (die meisten PKWs wollen sich ja die Ampel Getreidemarkt/Gumpendorferstraße ersparen). Ev. Einbahn im Bereich Gumpendorferstraße – Millöckergasse umdrehen. Oder die gesamte Einbahn umdrehen, allerdings wären Abbieger aus dem Getreidemarkt auch nicht unproblematisch (von wegen toter Winkel).
  • Bereich Naschmarkt, rechte Wienzeile: Die Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen (RVS) sehen bei der Dichte an Verkehr und den gefahrenen Geschwindigkeiten ausschließlich eine Trennung des Radverkehrs vor. Ein Radstreifen ist inakzeptabel.
  • Kreuzung rechte Wienzeile / Operngasse: Hier wird der Radstreifen über die Abbiegespur auf die Verkehrsinsel geführt mit einer Überfahrt zur Treitlstraße. D.h. PKWs müssen den Radstreifen beim Abbiegen kreuzen. Derzeit fahren die meisten RadfahrerInnen (also ich und die meisten die ich dabei beobachtet hab) am linken Rand der rechtesten Spur um zu verhindern geschnitten zu werden. Das ist dann wohl nicht mehr möglich. Ich prophezeie schwere Unfälle, weil hier der tote Winkel ein Problem ist.

Alternativen?

Ich hab lange über diese Probleme nachgedacht. Und mir ist eine Lösung eingefallen. Warum nicht den Abbieger Getreidemarkt -> rechte Wienzeile -> Operngasse zu streichen und durch eine Fahrspur auf der östlichen Seite des Getreidemarktes ersetzen, der dann direkt in die Operngasse mündet? Man müsste halt die Parkplätze auflassen und im untersten Bereich etwas vom Aufenthaltsbereich wegnehmen. Dann kann man die Geradeausspuren am Getreidemarkt auf einen (statt zwei) reduzieren und gewinnt Platz für einen Zweirichtungsradweg. Außerdem sollte bei der Querung über die Operngasse ein FußgängerInnen-Übergang errichtet werden, damit die TouristInnen nicht mehr verzweifelt den Weg zum Naschmarkt suchen müssen. Im Plan hab ich außerdem den fehlenden Naschmarktradweg eingezeichnet (dieser sollte ja bei aktuellen Planungen im Bereich immer mitgedacht werden – ewig wird sich die Stadt nicht dagegen wehren können).

getreidemarkt_fahrstreifenQuelle: Stadt Wien, eigene Bearbeitung

Abbieger aus der rechten Wienzeile müssen halt eine Runde über die Friedrichstraße fahren (das können ja nicht so viele sein). Die zusätzliche Ampelphase bei der Kreuzung Friedrichstraße / Getreidemarkt Ost müsste für eine Radquerung auch kommen.

Vielleicht kommt ja doch noch eine zukunftsfähige Lösung am Getreidemarkt? Hab diesen Vorschlag übrigens an die Mobilitätsagentur geschickt. Bin gespannt auf Kommentare …

1. Reaktion, 22. April 2016

Sehr geehrter Herr Bösch-Plepelits!

Danke für Ihr Mail und Ihre Anfrage, die wir an die zuständige Magistratsabteilung 46 weitergeleitet haben.

Mit besten Grüßen Susanne Reichard

Mobilitätsagentur Wien GmbH Projekte und Kooperationen

2. Reaktion, 22. Juni 2016

Sehr geehrter Herr Bösch-Plepelits!

Nochmals Danke für Ihr Mail betreffend Radfahrstreifen am Getreidemarkt, das wir zur Stellungnahme an die zuständige Magistratsabteilung 46 weitergeleitet haben:

Die MA 46 teilt dazu folgendes mit:

Zur Frage warum kein Zweirichtungsradweg am Getreidemarkt zur Ausführung gelangen wird ist anzumerken, dass im Verlauf der ehemaligen Zweier-Linie Einrichtungsradwege angeboten werden.
Mit der Errichtung des Radweges wird noch keine Querungshilfe auf Höhe der Lehargasse über den Getreidemarkt angeboten. Erst wenn der Streckenabschnitt zwischen der Lehargasse und Mariahilfer Straße gebaut wird, soll eine Querung, die die Bezirke Mariahilf und Innere Stadt verbindet, angeboten werden.

Ob die Einbahnstraße Lehargasse für den Radverkehr in beiden Fahrtrichtungen geöffnet wird, muss noch geprüft werden.

Den Vorschlag die Einmündung der Lehargasse in den Getreidemarkt zu unterbinden, kann nicht näher getreten werden. Denn nach der Lehargasse befindet sich am Getreidemarkt jetzt eine Hotelvorfahrt für Busse. Diese Hotelvorfahrt wird nach dem Bau des Radweges in die Lehargasse verlegt. Solle dem Vorschlag näher getreten werden, könnte diese Vorfahrt nicht mehr angeboten werden. Auch eine Einbahnänderung würde die Verkehrssituation nicht verbessern, da dann sämtlicher Verkehr über die Gumpendorfer Straße abfließen müsste und somit neues zusätzliches Verkehrsaufkommen generiert wird.

Auch beim Angebot eines Radfahrstreifens wird der Radverkehr vom motorisieren Individualverkehr getrennt geführt. Sämtliche anderen Verkehrsteilnehmer dürfen diesen Streifen der Fahrbahn nicht befahren.

Als erste Maßnahme zwecks Netzschluss mit der Treitlstraße wird der Radfahrstreifen bis zur Insel in Höhe Rechte Wienzeile und Operngasse geführt und soll dort mittels Ampel die Fahrbahn der Operngasse queren. Mittelfristig soll das ungeregelte Rechtsabbiegen von der Rechten Wienzeile in die Operngasse unterbunden werden.

Das Auflassen eines Fahrstreifens am Getreidemarkt ist eine sehr ambitionierte Maßnahme, denn in Richtung Karlsplatz fahren täglich durchschnittlich 23.000 Kraftfahrzeuge. Eine Reduktion um einen weiteren Fahrstreifen hätte massive negative Auswirkungen auf das angrenzende sekundäre Straßennetz.

Auch für den Bereich des Nachmarktes zwischen dem Getreidemarkt und der Köstlergasse wurden Planungen für die Schaffung einer Radfahranlage durchgeführt. Der notwendige Planungsprozess für eine Umsetzung dieser Radfahrinfrastruktur ist noch nicht abgeschlossen.

Mit besten Grüßen
Susanne Reichard

Mobilitätsagentur Wien GmbH
Projekte und Kooperationen

Offener Brief Radwegebauprogramm 2016

Freitag, April 1st, 2016

S.g. Frau Vassilakou! Liebe Wiener Grünen!

Ich hatte große Hoffnungen (leider eh keine Erwartungen) für den zukünftigen Radverkehr in Wien. Insofern bin ich vom aktuellen Radwegebauprogramm 2016 sehr enttäuscht. Die einzigen Highlights sind die Goldschlagstraße im 15. Bezirk und die Entflechtung des Wientalradweges bei der Längenfeldgasse.

Getreidemarkt

Besonders enttäuscht bin ich vom angekündigten Radweg am Getreidemarkt. Soweit ich das verstehe, wird der als Einrichtungsradweg ausgeführt, ohne Änderung der Fahrspuren. Es wäre so wichtig, dass endlich eine Verbindung vom Karlsplatz zur Lehargasse geschaffen wird, da dort ein Standort der TU-Wien mit vielen Instituten und dem TU Audimax ist, d.h. diese Route nehmen mehrere tausend Studierende täglich (hauptsächlich zu fuss). Wenn hier nur ein Einrichtungsradweg errichtet wird, ist weiterhin ein Umweg über Nibelungengasse – Eschenbachgasse (700m vs. 300m) notwendig.

Meines Erachtens ist die einzig logische Variante ein Zweirichtungsradweg zwischen Lehargasse (besser Museumsquartier) – Getreidemarkt – Rechte Wienzeile zur Treitlstraße auf der westlichen Seite, so wie es auch das Institut für Verkehrswissenschaften in ihrem Diskussionspapier vorschlägt. Die Lehargasse sollte dann für das Radfahren gegen die Einbahn geöffnet werden.

Ein Einrichtungsradweg (oder Mehrzweckstreifen) am Getreidemarkt auf der östlichen Seite löst das Problem nicht, er würde nur zusätzliche Ampelwartezeiten schaffen. Eine Querung bei der Lehargasse wird wohl nicht möglich sein.

Zukunft?

Im STEP 2025 wurde als Zielvorgabe für den Radverkehrsanteil im Modal Split 20% angenommen, bei derzeit etwa 7%. Die Radinfrastruktur in Wien steht damit vor großen Herausforderungen. Es gibt in Wien kaum Radrouten die nicht größere Mängel aufweisen, z.B. Lange Ampelwartezeiten (z.B. Gürtelradweg), Konfliktstellen mit dem FußgängerInnenverkehr (z.B. Ringradweg), Schmale Einrichtungsradwege auf denen Überholen schwierig ist (Museumsstraße, Praterstraße).

Meines Erachtens gibt es aber zwei Maßnahmen die besonders wichtig wären um den Radverkehr in der Stadt weiterzubringen, und hier darf einfach nicht noch eine Legislaturperiode ohne Lösung vergehen (2017 geht wohl noch, aber 2018 ist wieder beginnender Wahlkampf):

Verbindung Hauptroute West ins Zentrum

Der Wientalradweg wird derzeit gerade zu einer Rad-Langstrecke ausgebaut. Das ist gut und richtig, es fehlt aber das große Problem des Wientalradweges: die Verbindung zum Zentrum. Im Plan zur Langstrecke findet sich immerhin eine solche Markierung.

Derzeit endet der Radweg bei der Köstlergasse und man muss entweder auf den Getreidemarkt (Umweg zur Oper: 300m, viel zu viel MIV – motorisierter Individualverkehr) oder über die Kettenbrückengasse – Margaretenstraße – Operngasse (Umweg zur Oper: 500m) ausweichen.

Die logische Maßnahme wäre den bestehenden Zweirichtungs-Radweg in der linken Wienzeile bis zur Oper zu verlängern.

Südgürtel

Da wurde über Jahre der Hauptbahnhof am Südtirolerplatz neu gebaut, was aber noch immer fehlt ist die Anbindung über den Gürtel mit dem Rad nach Westen. Der derzeit bestehende Gürtelradweg endet in einem Parkplatz ein gutes Stück westlich vom Matzleinsdorferplatz.

Im Hauptradwegenetz ist zwar eine Verbindung über Grünwaldgasse – Wiedner Hauptstraße – Gassergasse und Schelleingasse ausgewiesen, diese erlaubt aber kein schnelles Weiterkommen.

Hier sollte dringend eine Verbindung direkt am Gürtel errichtet werden, am besten in der Nebenfahrbahn auf Seite des 4. und 5. Bezirkes. Wichtig ist, dass diese in beide Richtungen beradelbar ist.

Fazit

Ich denke, wenn es die Stadtregierung schafft, diese zwei Maßnahmen in dieser Regierungsperiode umzusetzen, dann ist ein Meilenstein im Radverkehr gesetzt und es ist möglich den Modal Split im Radverkehr entsprechend der Zielvorgaben zu erhöhen – und vielleicht sogar zu übertrumpfen. Wenn dies nicht möglich ist, dann ist das vor allem ein Armutszeugnis für eine grüne Regierungsbeteiligung in Wien.

Referenzen

1. Reaktion, Mail am 1.4. nachmittags:

Sehr geehrter Herr Bösch-Plepelits!

Vielen Dank für Ihre E-Mail vom 01. April 2016 an Frau Vizebürgermeisterin und amtsführende Stadträtin Mag.a Maria Vassilakou.

Die Stadt Wien hat am 01. Jänner 2013 die Mobilitätsagentur gegründet, um den Kontakt mit den BürgerInnen Wiens zu verbessern und ihre Wünsche und Anliegen schneller und effizienter bearbeiten zu können. Wir haben Ihr Schreiben deshalb an die Mobilitätsagentur weitergeleitet und diese wird sich so rasch wie möglich Ihrem Anliegen annehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Smolik

Büroleiterin
Büro Vizebürgermeisterin und amtsführende Stadträtin Mag.aVassilakou
Geschäftsgruppe Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung

Anmerkung

Über diese Weiterleitung bin ich nicht besonders glücklich. Für mich ist jetzt die Politik gefordert und ich hab jetzt das Gefühl, dass ich nur eine „beamtete“ Antwort zurückbekomme. Aber lassen wir uns überraschen …

2. Reaktion, Mail am 22. April 2016

Sehr geehrter Herr Bösch-Plepelits!

Danke für Ihr Mail, das vom Büro von Frau Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou an uns weitergeleitet wurde.

Danke vor allem auch für Ihr Feedback zur Radverkehrsplanung in Wien und dem aktuellen Bauprogramm.

Das Miteinander und die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer bei der Planung und der Sicherstellung der Verkehrssicherheit zu berücksichtigen, ist eine große Herausforderung, die in der Praxis leider oft Kompromisse verlangt. Dabei nimmt natürlich der Radverkehr eine wichtige Stellung ein, denn Ziel der Stadt Wien ist es ja, den Radverkehrsanteil deutlich zu erhöhen. Das Wiener Radverkehrsnetz wird daher laufend erweitert, wobei natürlich die Verbesserung der Verkehrssicherheit und Lückenschlüsse eine große Rolle spielen.

Zu den einzelnen erwähnten Punkten können wir Ihnen nach Rücksprache  wie folgt mitteilen:

Ad Getreidemarkt:

Ein Mail von Ihnen dazu ist ja ebenfalls bei uns in der Mobilitätsagentur eingelangt. Dieses wurde – wie Ihnen mitgeteilt – zur Prüfung an die zuständige Magistratsabteilung 46 weitergeleitet. Wir halten Sie gerne am Laufenden.

Ad Langstrecke West/Linke Wienzeile/Naschmarkt:

Derzeit sind Überlegungen für einen Radweg-Netzschluss im Bereich Wienzeile/Naschmarkt in Prüfung. Die konkreten Detailplanungen dazu sind aber noch nicht abgeschlossen.

Südgürtel:

Zum genannten Bereich gibt es eine Machbarkeitsstudie der Magistratsabteilung 18. Details dazu liegen derzeit allerdings noch nicht vor, da die diesbezüglichen politischen Entscheidungen noch offen sind.

Mit besten Grüßen
Susanne Reichard

„Das neue Gesicht des Fahrradfahrens“

Samstag, Oktober 16th, 2010

Unter diesem Titel hat der ORF eine Reportage über die sich entwickelnde Fahrradkultur in Wien verfasst. Ich kann nur empfehlen, ein bisschen hinzulesen. -> http://orf.at/stories/2020081/.

Noch eine kleine Wahlhilfe

Freitag, Oktober 8th, 2010

Falls noch jemand nicht so recht weiß, wen er/sie wählen am Sonntag soll, hier noch zwei kleine Wahlhilfen. Die IG-Fahrrad (Interessensgemeinschaft Fahrrad) hat allen Parteien einige Fragen zum Radverkehr in Wien gestellt und diese auf ihrem Blog zusammengefasst. Natürlich sind auch alle Antworten im Original verfügbar.

Auch die FSFE (Free Software Foundation Europe) hat den Parteien einige Fragen zum Thema Open Source und offene Standards gestellt. Die Zusammenfassung und die Antworten im Original sind auf ihrer Homepage verfügbar.

Gut Wahl!

Radweg entlang des Naschmarktes

Mittwoch, September 1st, 2010

Ich hab gerade entdeckt, dass die Mariahilfer Grünen eine Petition zum Lückenschluß des Wiental-Radweges im Bereich des Naschmarktes aufgelegt haben. Der Wiental-Radweg ist zwar als gesamtes recht nervig, da er mit möglichst geringen Platzverbrauch entlang der Wien hingequetscht wurde und man deshalb ständig mit engen Kurven, unübersichtlichen Straßenquerungen und anderen Unannehmlichkeiten konfrontiert wird. Aber das alles ist scheinbar noch genug, bei der Kettenbrückengasse ist es dann ganz aus und man darf entweder auf die Gumpendorferstraße oder die Margaretenstraße/Operngasse ausweichen um in die Innenstadt zu gelangen. Oder man traut es sich, der „Autobahn“ der rechten Wienzeile zu folgen.

Ich hab selber schon mal beim Magistrat nachgefragt, ob nicht ein Lückenschluß beim Naschmarkt geplant ist, mir wurde aber ausweichend geantwortet, dass noch keine Lösung für die verlorengehenden Parkplätze gefunden wurde. Nun, meiner Meinung nach sind fahrende Räder besser als stehende Autos. Gegenmeinungen? Ich würde mich in den Kommentaren über eine Diskussion freuen.

Wie auch immer, ich möchte Euch hiermit aufrufen, Euch an der Petition zu beteiligen und Eure Namen dafür herzugeben.

Linz 09

Sonntag, September 13th, 2009

As you might know, every year one or two smaller cities in Europe get the label „Cultural Capital of Europe“. After my experiences in my home town Graz in 2003, my anticipation for Linz 2009 was pretty high (and the Pflasterspektakel last year). In Graz this was a festival for the whole population, because there were many temporary installations, e.g. all street lights in the inner city were coloured alternating green and blue, or the running gag that every triple repetition of an object got a big letter „3“ to it (you could find it in many shop windows, on posters and in the city landscape).

Unfortunately I was really disappointed about Linz this time.  If you just walk the city you don’t get, that you are walking through a cultural capital, just some advertisements points you to it. For sure there are many exhibitions, and there’s the newly built Ars Electronica Centre with it’s big stairs – a new hang-out for the youths. In my opinion it’s important that culture doesn’t reside behind walls, in rooms were you might even have to pay for the entrance. Culture has to be everywhere, so that the inhabitants get influenced by it too, and that they become a part of it. You should be surprised every now and then.

The most annoying thing was the traffic in the inner city. For sure it’s not much traffic, but every now and then I had to avoid a car. You can’t concentrate on the exploration of the city, and they don’t fit on pictures. Worst on the main square, it was really noisy. It was also hard to find a place to sit and relax, most squares are just empty, no benches, chairs or other amenities.

One notable exception was the exploration of the Nazi-past of Linz. During Hitler Linz became a big industrial city, many settlements were built in that time. On many places you could read about what happend there during this dark chapter of Linz. There’s a webpage to it, in case you are interested: In Situ Linz 09. One of the representative buildings which was built in that time are the bridge head buildings (Brückenkopfbauten) between Nibelungen-bridge and main square. This year parts of the façade were removed, to visualize the construction and the conditions how it was built, accompanied by information in the windows.

Cycling, Cycling, Cycling

Donnerstag, Mai 21st, 2009

You know, I’m a passionate cyclist. But since my bike got stolen in middle of October, I’m without a ride here in Sofia. I didn’t really miss it, because this place is just not made for cycling.

But, something amazing happened :) A friend of my mother, Nordfried, was doing a cycle tour from Novi Sad in Serbia to Vidin in the very north-west of Bulgaria along the Danube. To go back to their home country (Germany) they came to Sofia and wrote me an e-mail beforehand if I would be willing to help them with train tickets and show them around a little bit. For sure, I like being a guide, I myself always learn something new. After helping with train tickets Nordfried offered me to take his bike – he had just bought it in Novi Sad and has no use for it in Germany. I’m feeling so flattered … I’m very happy about it. But still I’m afraid to use it, because I don’t want it to be stolen again. And I need a good place for the night. First I need a good lock!

Two days later on Saturday, there was an invitation to a „bike parade“ through Sofia, to demand more bicycle lanes. As I have my new ride now, it was mandatory for me to go there. And I was really amazed, I think there were more than 2000 people. I didn’t even think there were so many bikes in Sofia (ok, I’m kidding). Afterwards there was a small party in the „Kolodrum“, a former bicycle arena, but I decided to go to the night of museums with free entrance. I think Sofia needs some more years, but finally it could become a good place!

In the last days I read in my newspaper, that – maybe due to the financial crisis – many more people uses bikes for their everyday ways in Vienna as in the last years. At the most important counting point – at the Ring near the State Opera – there’s an increase of about 25% to the last year. On other points, Lassallestraße, Kennedybrücke and Langobardenstraße the increase is about 50% (more statistics). This is really great news, I hope that the politicians now feel the need to do something (for example find a good solution for the cycle route at the Ring).