Archive for the ‘Urbanism’ Category

Mail an Grüne Penzing: Cumberlandstraße

Mittwoch, Februar 15th, 2017

Heute bin ich wieder mal durch die Cumberlandstraße (konkret zw. Einwanggasse und Beckmanngasse) spaziert – was ich sehr depremierend fand. Das könnte nämlich so ein schönes, lebenswertes Strasserl sein. Viele alte Häuser aber auch moderner Wohnbau. Kirche, Bahnhof, Kindergarten – nicht wahnsinnig viel Infrastruktur, aber zumindest ein bisschen. Und da entsteht ja vielleicht was mit dem umgebauten Siemensgelände? Geringer KFZ-Verkehr.

Der Zustand? Total desolat. Sehr schmale Gehsteige, die noch dazu ganz knapp um vorstehende Häuser herumgewunden sind. Total desolate Gehsteige! Von wegen Barrierefreiheit. Gehsteigparken. Keinerlei Aufenthaltsgelegenheiten.

Ich finde das schreit nach einer Machbarkeitsstudie, was man aus der Straße machen könnte. Zumindest mal ein paar Mock-Ups. Und vielleicht ein Straßenfest um zu demonstrieren, was man hier machen könnte.

  • Mehrere Aufenthaltsbereiche an Stellen wo ein bisschen mehr Platz ist mit ein bisschen Grün – vielleicht sogar Urban Gardening?
  • Ordentlich breite Gehsteige um Barrierefreiheit zu gewährleisten.
  • Durchgehend Radfahren gegen die Einbahn – das wäre vor allem auch für die AnwohnerInnen selber wichtig.
  • Man sollte auf jedenfall auch noch den Cumberlandstraßen-Teil bis zur Karlingergasse einbeziehen. Da wird ja auch neu gebaut und es gibt das Pfarrzentrum.

Hoffe Euch eine gute Anregungen gegeben zu haben Würde mich freuen davon zu hören, dass etwas daraus entsteht. Oder vielleicht gibt’s eh schon Pläne?

Kommentar Planung Getreidemarkt/Wienzeile

Dienstag, April 5th, 2016

Kurzfassung

Der geplante Radweg/-streifen am Getreidemarkt hat großes Konfliktpotential. Warum nicht die Relation Getreidemarkt -> Operngasse über den östlichen Getreidemarkt führen und dafür einen ordentlichen Radweg zwischen Treitlstraße und Lehárgasse errichten?

Worum geht’s?

Letzte Woche wurde ja das Radbauprogramm 2016 vorgestellt und am ARGUS Bikefestival war sogar die Detailplanung für zwei der Maßnahmen ausgestellt (wieso werden die nicht im Internet veröffentlicht? – gottseidank hat ihn jemand abfotographiert): Lückenschluss Ring-Radweg beim Schottentor und der Plan für die Fortsetzung des Radstreifens Richtung Karlsplatz.


12928312_10201534676284809_7705512536316111675_nQuelle: Facebook

Ich hab am Bikefestival auch Herrn Blum zu diesen Planungen befragt – unter anderem die mir am meisten brennenden Frage, warum hier kein Zweirichtungsradweg kommt. Immerhin würde dies endlich die katastrophale Anbindung vom Karlsplatz in den 6. Bezirk (wo genau am Getreidemarkt viele TU-Institute und das TU-Audimax sind) beheben.

Ich hab erfahren, dass es Planungen für einen Einrichtungsradweg/-streifen am östlichen Getreidemarkt gibt mit einer Querung über den Getreidemarkt auf Höhe der Lehárgasse (oder erst auf Höhe der Einfahrt zur TU?). Ich hab dann leider nicht weitergefragt, wann dies denn umgesetzt werden soll, und warum nicht schon heuer. Außerdem wäre interessant, ob die Lehárgasse dann für das Radfahren gegen die Einbahn geöffnet wird und ob das bei den derzeitigen Umbauten bereits mitgeplant wurde.

Konfliktstellen

Ich hab über den Plan nachgedacht und diverse Konfliktstellen identifiziert:

  • Ausfahrt Lehárgasse: Hier wird der Radstreifen/-weg wahrscheinlich die meiste Zeit von wartenden PKWs blockiert werden (zumindest ist das derzeit so). Hier sollte entweder eine Sackgasse geschaffen werden oder eine Ampel oder zumindest auf andere Arten die Durchfahrt durch die Lehárgasse verhindert werden (die meisten PKWs wollen sich ja die Ampel Getreidemarkt/Gumpendorferstraße ersparen). Ev. Einbahn im Bereich Gumpendorferstraße – Millöckergasse umdrehen. Oder die gesamte Einbahn umdrehen, allerdings wären Abbieger aus dem Getreidemarkt auch nicht unproblematisch (von wegen toter Winkel).
  • Bereich Naschmarkt, rechte Wienzeile: Die Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen (RVS) sehen bei der Dichte an Verkehr und den gefahrenen Geschwindigkeiten ausschließlich eine Trennung des Radverkehrs vor. Ein Radstreifen ist inakzeptabel.
  • Kreuzung rechte Wienzeile / Operngasse: Hier wird der Radstreifen über die Abbiegespur auf die Verkehrsinsel geführt mit einer Überfahrt zur Treitlstraße. D.h. PKWs müssen den Radstreifen beim Abbiegen kreuzen. Derzeit fahren die meisten RadfahrerInnen (also ich und die meisten die ich dabei beobachtet hab) am linken Rand der rechtesten Spur um zu verhindern geschnitten zu werden. Das ist dann wohl nicht mehr möglich. Ich prophezeie schwere Unfälle, weil hier der tote Winkel ein Problem ist.

Alternativen?

Ich hab lange über diese Probleme nachgedacht. Und mir ist eine Lösung eingefallen. Warum nicht den Abbieger Getreidemarkt -> rechte Wienzeile -> Operngasse zu streichen und durch eine Fahrspur auf der östlichen Seite des Getreidemarktes ersetzen, der dann direkt in die Operngasse mündet? Man müsste halt die Parkplätze auflassen und im untersten Bereich etwas vom Aufenthaltsbereich wegnehmen. Dann kann man die Geradeausspuren am Getreidemarkt auf einen (statt zwei) reduzieren und gewinnt Platz für einen Zweirichtungsradweg. Außerdem sollte bei der Querung über die Operngasse ein FußgängerInnen-Übergang errichtet werden, damit die TouristInnen nicht mehr verzweifelt den Weg zum Naschmarkt suchen müssen. Im Plan hab ich außerdem den fehlenden Naschmarktradweg eingezeichnet (dieser sollte ja bei aktuellen Planungen im Bereich immer mitgedacht werden – ewig wird sich die Stadt nicht dagegen wehren können).

getreidemarkt_fahrstreifenQuelle: Stadt Wien, eigene Bearbeitung

Abbieger aus der rechten Wienzeile müssen halt eine Runde über die Friedrichstraße fahren (das können ja nicht so viele sein). Die zusätzliche Ampelphase bei der Kreuzung Friedrichstraße / Getreidemarkt Ost müsste für eine Radquerung auch kommen.

Vielleicht kommt ja doch noch eine zukunftsfähige Lösung am Getreidemarkt? Hab diesen Vorschlag übrigens an die Mobilitätsagentur geschickt. Bin gespannt auf Kommentare …

1. Reaktion, 22. April 2016

Sehr geehrter Herr Bösch-Plepelits!

Danke für Ihr Mail und Ihre Anfrage, die wir an die zuständige Magistratsabteilung 46 weitergeleitet haben.

Mit besten Grüßen Susanne Reichard

Mobilitätsagentur Wien GmbH Projekte und Kooperationen

2. Reaktion, 22. Juni 2016

Sehr geehrter Herr Bösch-Plepelits!

Nochmals Danke für Ihr Mail betreffend Radfahrstreifen am Getreidemarkt, das wir zur Stellungnahme an die zuständige Magistratsabteilung 46 weitergeleitet haben:

Die MA 46 teilt dazu folgendes mit:

Zur Frage warum kein Zweirichtungsradweg am Getreidemarkt zur Ausführung gelangen wird ist anzumerken, dass im Verlauf der ehemaligen Zweier-Linie Einrichtungsradwege angeboten werden.
Mit der Errichtung des Radweges wird noch keine Querungshilfe auf Höhe der Lehargasse über den Getreidemarkt angeboten. Erst wenn der Streckenabschnitt zwischen der Lehargasse und Mariahilfer Straße gebaut wird, soll eine Querung, die die Bezirke Mariahilf und Innere Stadt verbindet, angeboten werden.

Ob die Einbahnstraße Lehargasse für den Radverkehr in beiden Fahrtrichtungen geöffnet wird, muss noch geprüft werden.

Den Vorschlag die Einmündung der Lehargasse in den Getreidemarkt zu unterbinden, kann nicht näher getreten werden. Denn nach der Lehargasse befindet sich am Getreidemarkt jetzt eine Hotelvorfahrt für Busse. Diese Hotelvorfahrt wird nach dem Bau des Radweges in die Lehargasse verlegt. Solle dem Vorschlag näher getreten werden, könnte diese Vorfahrt nicht mehr angeboten werden. Auch eine Einbahnänderung würde die Verkehrssituation nicht verbessern, da dann sämtlicher Verkehr über die Gumpendorfer Straße abfließen müsste und somit neues zusätzliches Verkehrsaufkommen generiert wird.

Auch beim Angebot eines Radfahrstreifens wird der Radverkehr vom motorisieren Individualverkehr getrennt geführt. Sämtliche anderen Verkehrsteilnehmer dürfen diesen Streifen der Fahrbahn nicht befahren.

Als erste Maßnahme zwecks Netzschluss mit der Treitlstraße wird der Radfahrstreifen bis zur Insel in Höhe Rechte Wienzeile und Operngasse geführt und soll dort mittels Ampel die Fahrbahn der Operngasse queren. Mittelfristig soll das ungeregelte Rechtsabbiegen von der Rechten Wienzeile in die Operngasse unterbunden werden.

Das Auflassen eines Fahrstreifens am Getreidemarkt ist eine sehr ambitionierte Maßnahme, denn in Richtung Karlsplatz fahren täglich durchschnittlich 23.000 Kraftfahrzeuge. Eine Reduktion um einen weiteren Fahrstreifen hätte massive negative Auswirkungen auf das angrenzende sekundäre Straßennetz.

Auch für den Bereich des Nachmarktes zwischen dem Getreidemarkt und der Köstlergasse wurden Planungen für die Schaffung einer Radfahranlage durchgeführt. Der notwendige Planungsprozess für eine Umsetzung dieser Radfahrinfrastruktur ist noch nicht abgeschlossen.

Mit besten Grüßen
Susanne Reichard

Mobilitätsagentur Wien GmbH
Projekte und Kooperationen

Offener Brief Radwegebauprogramm 2016

Freitag, April 1st, 2016

S.g. Frau Vassilakou! Liebe Wiener Grünen!

Ich hatte große Hoffnungen (leider eh keine Erwartungen) für den zukünftigen Radverkehr in Wien. Insofern bin ich vom aktuellen Radwegebauprogramm 2016 sehr enttäuscht. Die einzigen Highlights sind die Goldschlagstraße im 15. Bezirk und die Entflechtung des Wientalradweges bei der Längenfeldgasse.

Getreidemarkt

Besonders enttäuscht bin ich vom angekündigten Radweg am Getreidemarkt. Soweit ich das verstehe, wird der als Einrichtungsradweg ausgeführt, ohne Änderung der Fahrspuren. Es wäre so wichtig, dass endlich eine Verbindung vom Karlsplatz zur Lehargasse geschaffen wird, da dort ein Standort der TU-Wien mit vielen Instituten und dem TU Audimax ist, d.h. diese Route nehmen mehrere tausend Studierende täglich (hauptsächlich zu fuss). Wenn hier nur ein Einrichtungsradweg errichtet wird, ist weiterhin ein Umweg über Nibelungengasse – Eschenbachgasse (700m vs. 300m) notwendig.

Meines Erachtens ist die einzig logische Variante ein Zweirichtungsradweg zwischen Lehargasse (besser Museumsquartier) – Getreidemarkt – Rechte Wienzeile zur Treitlstraße auf der westlichen Seite, so wie es auch das Institut für Verkehrswissenschaften in ihrem Diskussionspapier vorschlägt. Die Lehargasse sollte dann für das Radfahren gegen die Einbahn geöffnet werden.

Ein Einrichtungsradweg (oder Mehrzweckstreifen) am Getreidemarkt auf der östlichen Seite löst das Problem nicht, er würde nur zusätzliche Ampelwartezeiten schaffen. Eine Querung bei der Lehargasse wird wohl nicht möglich sein.

Zukunft?

Im STEP 2025 wurde als Zielvorgabe für den Radverkehrsanteil im Modal Split 20% angenommen, bei derzeit etwa 7%. Die Radinfrastruktur in Wien steht damit vor großen Herausforderungen. Es gibt in Wien kaum Radrouten die nicht größere Mängel aufweisen, z.B. Lange Ampelwartezeiten (z.B. Gürtelradweg), Konfliktstellen mit dem FußgängerInnenverkehr (z.B. Ringradweg), Schmale Einrichtungsradwege auf denen Überholen schwierig ist (Museumsstraße, Praterstraße).

Meines Erachtens gibt es aber zwei Maßnahmen die besonders wichtig wären um den Radverkehr in der Stadt weiterzubringen, und hier darf einfach nicht noch eine Legislaturperiode ohne Lösung vergehen (2017 geht wohl noch, aber 2018 ist wieder beginnender Wahlkampf):

Verbindung Hauptroute West ins Zentrum

Der Wientalradweg wird derzeit gerade zu einer Rad-Langstrecke ausgebaut. Das ist gut und richtig, es fehlt aber das große Problem des Wientalradweges: die Verbindung zum Zentrum. Im Plan zur Langstrecke findet sich immerhin eine solche Markierung.

Derzeit endet der Radweg bei der Köstlergasse und man muss entweder auf den Getreidemarkt (Umweg zur Oper: 300m, viel zu viel MIV – motorisierter Individualverkehr) oder über die Kettenbrückengasse – Margaretenstraße – Operngasse (Umweg zur Oper: 500m) ausweichen.

Die logische Maßnahme wäre den bestehenden Zweirichtungs-Radweg in der linken Wienzeile bis zur Oper zu verlängern.

Südgürtel

Da wurde über Jahre der Hauptbahnhof am Südtirolerplatz neu gebaut, was aber noch immer fehlt ist die Anbindung über den Gürtel mit dem Rad nach Westen. Der derzeit bestehende Gürtelradweg endet in einem Parkplatz ein gutes Stück westlich vom Matzleinsdorferplatz.

Im Hauptradwegenetz ist zwar eine Verbindung über Grünwaldgasse – Wiedner Hauptstraße – Gassergasse und Schelleingasse ausgewiesen, diese erlaubt aber kein schnelles Weiterkommen.

Hier sollte dringend eine Verbindung direkt am Gürtel errichtet werden, am besten in der Nebenfahrbahn auf Seite des 4. und 5. Bezirkes. Wichtig ist, dass diese in beide Richtungen beradelbar ist.

Fazit

Ich denke, wenn es die Stadtregierung schafft, diese zwei Maßnahmen in dieser Regierungsperiode umzusetzen, dann ist ein Meilenstein im Radverkehr gesetzt und es ist möglich den Modal Split im Radverkehr entsprechend der Zielvorgaben zu erhöhen – und vielleicht sogar zu übertrumpfen. Wenn dies nicht möglich ist, dann ist das vor allem ein Armutszeugnis für eine grüne Regierungsbeteiligung in Wien.

Referenzen

1. Reaktion, Mail am 1.4. nachmittags:

Sehr geehrter Herr Bösch-Plepelits!

Vielen Dank für Ihre E-Mail vom 01. April 2016 an Frau Vizebürgermeisterin und amtsführende Stadträtin Mag.a Maria Vassilakou.

Die Stadt Wien hat am 01. Jänner 2013 die Mobilitätsagentur gegründet, um den Kontakt mit den BürgerInnen Wiens zu verbessern und ihre Wünsche und Anliegen schneller und effizienter bearbeiten zu können. Wir haben Ihr Schreiben deshalb an die Mobilitätsagentur weitergeleitet und diese wird sich so rasch wie möglich Ihrem Anliegen annehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Smolik

Büroleiterin
Büro Vizebürgermeisterin und amtsführende Stadträtin Mag.aVassilakou
Geschäftsgruppe Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung

Anmerkung

Über diese Weiterleitung bin ich nicht besonders glücklich. Für mich ist jetzt die Politik gefordert und ich hab jetzt das Gefühl, dass ich nur eine „beamtete“ Antwort zurückbekomme. Aber lassen wir uns überraschen …

2. Reaktion, Mail am 22. April 2016

Sehr geehrter Herr Bösch-Plepelits!

Danke für Ihr Mail, das vom Büro von Frau Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou an uns weitergeleitet wurde.

Danke vor allem auch für Ihr Feedback zur Radverkehrsplanung in Wien und dem aktuellen Bauprogramm.

Das Miteinander und die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer bei der Planung und der Sicherstellung der Verkehrssicherheit zu berücksichtigen, ist eine große Herausforderung, die in der Praxis leider oft Kompromisse verlangt. Dabei nimmt natürlich der Radverkehr eine wichtige Stellung ein, denn Ziel der Stadt Wien ist es ja, den Radverkehrsanteil deutlich zu erhöhen. Das Wiener Radverkehrsnetz wird daher laufend erweitert, wobei natürlich die Verbesserung der Verkehrssicherheit und Lückenschlüsse eine große Rolle spielen.

Zu den einzelnen erwähnten Punkten können wir Ihnen nach Rücksprache  wie folgt mitteilen:

Ad Getreidemarkt:

Ein Mail von Ihnen dazu ist ja ebenfalls bei uns in der Mobilitätsagentur eingelangt. Dieses wurde – wie Ihnen mitgeteilt – zur Prüfung an die zuständige Magistratsabteilung 46 weitergeleitet. Wir halten Sie gerne am Laufenden.

Ad Langstrecke West/Linke Wienzeile/Naschmarkt:

Derzeit sind Überlegungen für einen Radweg-Netzschluss im Bereich Wienzeile/Naschmarkt in Prüfung. Die konkreten Detailplanungen dazu sind aber noch nicht abgeschlossen.

Südgürtel:

Zum genannten Bereich gibt es eine Machbarkeitsstudie der Magistratsabteilung 18. Details dazu liegen derzeit allerdings noch nicht vor, da die diesbezüglichen politischen Entscheidungen noch offen sind.

Mit besten Grüßen
Susanne Reichard

Umsteigebehinderung Breitensee

Donnerstag, März 15th, 2012

Im Studium Raumplanung lernen wir, dass man fehlende Wegverbindungen an den Trampelpfaden auf Grünflächen erkennt. Ein solcher findet sich in Breitensee zwischen dem westlichen Ende der Stra?enbahnstation der Linie 49 und dem Abgang zur S-Bahn-Station (im Plan braun eingezeichnet).

Nun, mit einem solchen Trampelpfad fallen mir spontan drei Dinge ein, die man damit machen kann:

  1. den Weg offiziell machen (z.B. in dem man ihn asphaltiert und damit barriererfreier gestaltet) – super
  2. den Trampelpfad so lassen wie er ist – ok
  3. eine Barriere einbauen, damit der schöne Rasen nicht weiter zertrampelt wird – mies

Entschieden hat man sich für die dritte Option. Es wurde ein Zaun aufgestellt (siehe Bild 1; im Plan schwarze Linie) der eine Benützung des Pfades verhindert. Die Alternative ist, dass man den Randstein entlangbalanciert (siehe Bild 2; roter Weg) oder den Umweg über das östliche Ende des Parks in Kauf nimmt (blauer Weg).

Eigentlich ’ne Frechheit.

Weg mit Zaun Balancieren am Randstein Plan Breitensee

The Zeitgeist movement

Dienstag, Januar 19th, 2010

A couple of days ago somebody gave me a DVD with the movie „Zeitgeist„, which is distributed freely over the internet and by DVD (if you like it you can burn a copy, make a special cover out of a A4 sheet of paper, and distribute it). I was quite curious about this movie, as it is about Change in our world.

Actually it was quite interesting, most of it questions our economic system based on monetary values, which – according to the movie – is one of the main reasons for inequalities on Earth, as one of its basics is debt and scarcity. Which is true in many ways, in the last century poverty and hunger massively increased and state debts multiplied, although progress developed many new inventions which might obsolete poverty, famines and diseases. It’s true, the „western world“ exploits their inhabitants and the poorer regions of Earth.

A big part of the movie are world conspiracies, performed by the U.S.A., who are accused of assaulting leaders of developing countries to keep up their influence and fight against democratization of their countries. This is something where I don’t know what to think, I can’t believe that a nation can do this without noticing and being held responsible for this. On the other hand it sounds pretty reasonable, e.g. it’s a matter of fact, that (at least some) of the last wars (e.g. Iraque) have been fought due to economic reasons. Without 9/11 this war might not have been possible. 9/11 also helped to implement surveillance laws (to oppress its inhabitants, living in permanent fear). Another example is the U.S. ignorance of global climate change.

The last part of the movie was rather disappointing to me, it’s about the Venus Project (the makers of the movie as it turns out). I’ve read about this project before and I regard it as immature (not to say bullshit). The Venus Project develops ideas for a society based on a „resource based economy“. Technical progress should enable us to live without any inequalities, totally based on renewable energies and so on (that’s the good part). But it sounds like an Utopia from the 1950s-1970s, with all those huge buildings and transportation systems in tubes and everybody has their own car (which runs on renewables, with a lot of security measures, and so on). Sorry. But that’s too late, those Utopias are stories from the past.

My biggest concern: Who manages the resources?  There’s a long page about their mighty resource based economy, but no explanation about its function. Even if an economy is not based on monetary values, somebody has to distribute those resources. How do I get food, a new computer or a car? They will never „fall from the sky“. Somebody has to produce it. Even if it is produced by machines, somebody has to build those machines. Will somebody (a person, company, organization or entity) will create it, „just because it feels right“? Somebody has to decide what should be build. Somebody has to decide where to build something.

This „who“ doesn’t have to be a single person. It can be a community. It could be an elite, but who decides who is that elite? It could be a democracy, but there are many kinds of democracies and most of them don’t produce equalities. I’m sure, we do need a new social system. Fast. Urgent. But the movie „Zeitgeist“ and the Venus Project don’t answer this question.

Have you seen this movie? What do you think about it? Ideas for a new social system?

Blog about Urban Mobility in Vienna

Dienstag, September 15th, 2009

As you might have noticed I had a longer break on my blog during the summer holidays. One of the reasons, beside being lazy, was an identity-crisis of my blog. I didn’t really know what to do with it, it’s very mixed up. Things about politics, personal stuff, about my travels and about my projects – (Nearly) everything I’m interested in. Parts of my blog are in German, parts in English.

I wanted to start something new, about Urban Mobility in Vienna, which is very important to me, and where I see a lot of potential, but I see that most ideas fail because of politics. I want to start a new blog to develop ideas. I invite everybody to participate in discussions there, and would be glad to see some guest articles of other authors. If it develops nicely I could even imagine changing it to a collaboration platform. But for now I want to publish my ideas there.

Don’t worry, I’ll keep my old blog, and I will continue to write about my personal interests, but it might happen, that there are no updates for several months.

Here you can find my new blog: Mobilität in Wien

How the Power of the Crowd could change Urbanism

Dienstag, Juni 23rd, 2009

My studies in Sofia, Bulgaria, where I did my year of studying abroad with the Erasmus program, are finally over. Most of the things I did this semester were not so interesting, at least not for presenting them on my Blog. But one of my subjects, where I didn’t participate in the classes, but had weekly private seminar meetings, was really interesting. The subject of the class was „Environmental Policy and Sustainability“, and I was asked to write some essay about this topic. My first idea was to take some example about ecology in Austria and write about this, but then I decided, that this is lame and boring.

Prof. Elena Dimitrova, the teacher of the class, gave me some books as readings about Sustainability, the most interesting being „Earth at a Crossroads: Paths to a Sustainable Future“ (read it online on Google Books) by Harmut Bossel (published in 1998). The theory behind the book: If you want to have a sustainable development, it’s not enough to just live ecological, you also need sustainability in the social system, in transportation, in your political system and in the economy. When I read the book I had to think about Linux, Wikipedia, OpenStreetMap, CouchSurfing and other initiatives all the time.

So I decided to write about sustainability in digital culture and gave it a spin to politics and urban planning to get back to the topic of my studies. It took me a long time to research for this essay and to write it (even if my English is pretty good now, it’s still not my native tongue), there’s already a lot of information on the internet, but urbanism is still an unexplored  field. In the process I learned a lot, and I found many ideas which I would be interested to implement. If you are interested in this topic you should definitely check out the literature references in the end of the essay. I hope you will like it, I think it got pretty good in the end.

title page As you might see, the essay is available under a Creative Commons license, so please take it and do something interesting with it.
presentation title page This is the presentation to the subject, that I gave in a class (in front of a handful of people). There are two black pages, which should hold videos. The first is a great music video of a guy called Kutiman who remixed Youtube-videos. The second is a beautiful animation of the edits in the OpenStreetMap in the year 2008.

No more motorways!

Freitag, April 24th, 2009

Just two weeks ago I vent my anger on my blog about governmental financial support for cars and construction of new motorways. Today you could read on the news page of our federal broadcasting station orf.at about a study, that investing in cycling, public transportation and alternative means of transportation employs much more people and is much more sustainable – and the study talks only about the process of construction, not including the effects afterwards.

My words. I’m curious if our politicians will change their path … I doubt it.

But maybe there’s hope. Our planet deserves it.

Read the whole text here (for sure in German).

Talk about „Social Infrastructure“

Mittwoch, April 22nd, 2009

Today I gave a talk about social infrastructure in Vienna … in comparison to social infrastructure in Sofia. It was quite difficult to work on this topic, I think you could write Phd-theses about it. I think I managed quite well. If you look at it please bear in mind that I tried to hold it for someone who has the perspective of living in Sofia most of his/her life. Here are the slides.


Social Infrastructure in Vienna – in comparison to Sofia

Scrap your Car!

Samstag, April 11th, 2009

… but please don’t buy a new one.

Maybe you don’t know it, but in Austria and Germany you get some money right now if you scrap your old car and buy a new one instead. It’s meant to be an encouragement for the economy, at times of the financial crisis. In my opinion this is completely bullshit, because I believe cars are not sustainable. They are just energy consuming, space consuming (even worse) and a major factor of pollution (exhaust fumes, noise) in our cities. And they cause a lot of accidents, many of them lethal (the new cars, which are usually bigger are much more dangerous – not for the people inside, but outside).

The car industry is in a crisis right now (I can’t say, that I’m not happy about this). But does this measure really help? Okay, they can produce a lot of new cars right now … but what next? Who will buy a new car in half a year? or in a year? Don’t all this people who plan to buy a car soon buy it now? So the next crisis will come soon … And what to do then?

I would love to see an encouragement of our government(s) and municipalities to use other means of transportation. In Public Transportation there are a lot of sustainable jobs (building new buses, trams and metros, construction of new lines, drivers, mechanics, …). Cycling – maybe not so many jobs, but most of them are in small or medium sized companies.

Happily, I’m not the only one, who thinks like this:

  • The German city of Mannheim introduced a bonus if you get rid of your old bike and buy a new one instead.
  • The „Verkehrsclub Deutschland“ demands a national wide bonus for users of public transportation, cycling and other means of transportation.
  • ig-fahrrad.at (the young lobby for cyclists in Austria) demonstrates against the scraping bonus for cars and demands the promotion of cycling.
  • „Argus – Die Radlobby“ (lobby for cyclists in Austria) introduced their own bonus – there’s a discount on a new „KTM – Velvet“ of 250€ if you buy it now.
  • The VCÖ (Verkehrsclub Österreich) started a petition for a bonus of 100€ if you buy a new bike or a yearly ticket for public transportation.
  • Die Grünen think the scraping bonus is just a bad April Fool’s joke and demand that the 25 Mio € should be invested into improvements to public transportation.

Now in our financial crisis we could have an opportunity to change the societies values. Our cities could be so much nicer if we have less cars. People wouldn’t go to big shopping centres but use shops in their neighbourhood – good for traffic reduction, good for the local economy.  Unfortunately I don’t see it happen. But the next crises will come soon, I’m sure about it.

Maybe people (and politicians) start to think (I doubt it).

What do you think? Do you have good ideas? Have you heard about other activism of groups?